Ja – wer bin ich?

Ich bin ein Mensch mit Stärken und Schwächen, Interessen, Vorlieben und Abneigungen. Ich bin eine Frau, geboren 1964, Mutter zweier Töchter, Oma einer Enkeltochter, Freundin und Kollegin. Aus beruflicher Sicht bin ich Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Seit 2019 arbeite ich als Oberärztin in einer Privatklink in Bayern.  Daneben biete ich im kleinen Rahmen ambulante Therapie und Supervision an. Als von der Ärztekammer zertifizierte Lehrtherapeutin  übernehme ich auch gern die Selbsterfahrung für Therapeuten in Ausbildung.

Angefangen in der Kinderheilkunde arbeitete ich danach viele Jahre quasi etwas "artfremd" als Systemanalytikerin, -entwicklerin und Projektleiterin im Bereich Fachkonzeption für Krankenhaussoftware sowie im Bereich Krankenhaus-Organisationsberatung und Qualitätsmanagement. In dieser Zeit konnte ich viel lernen über die Strukturen und Funktionsweisen von großen Organisationen und Betrieben und den daraus resultierenden Herausforderungen für die dort arbeitenden Menschen. Dies ist mir heute eine große Hilfe beim Verständnis von Arbeitsplatzproblemen in der Therapie und besonders natürlich beim Coaching.

Danach arbeitete ich viele Jahre in psychosomatischen Kliniken (Akut und Rehabilitation) und auch 4 Jahre in eigener Praxis. Hier war mein Schwerpunkt Traumatherapie. In diesen Jahren habe ich umfangreiche Erfahrungen u. a. in der Behandlung von psychischen Erkrankungen nach Traumatisierung gesammelt und habe mich umfassend hierzu weitergebildet. Ich erwarb die Zusatzbezeichnung Spezielle Psychotraumatherapie der DeGPT, bin EMDR-Therapeutin und ausgebildet in Vergebungsarbeit (K. Stauss). Von meiner grundsätzlichen Ausbildung her bin ich tiefenpsychologisch ausgerichtet, nutze allerdings auch Techniken der Verhaltenstherapie, Hypnotherapie und Körpertherapie im Sinne eines integrierten Therapie-Ansatzes.

Durch meine eigene Entwicklung und über die Jahre der Arbeit mit vor allem traumatisierten Menschen habe ich zudem die Erfahrung gemacht, dass eine heilsame Spiritualität uns sehr helfen kann Krisen zu meistern, zu reifen und zu heilen. Spiritualität ist neben Bindung, Autonomie, Selbstwert, Identität und körperlichem Wohlbefinden ein angeborenes psychisches Grundbedürfnis und damit Voraussetzung für ein gesundes erfülltes Leben. Moderne Psychosomatik-Forschung kann belegen, dass positiv erlebte Spiritualität uns helfen kann Krisen zu meistern, zu reifen und zu heilen. Deshalb integriere ich gerne, soweit der Patient dafür offen ist, diese Themen (z. B. Sinnfragen) und entsprechende Techniken z. B. Meditation und energetische Techniken in meine Arbeit. Ziel ist es Altes loszulassen, sich zu öffnen für neue Erfahrungen und das eigene Potential zu entfalten. 

Es ist ein Geschenk für mich Menschen auf ihrem Weg der Selbsterkenntnis, Heilung und Entwicklung begleiten zu dürfen.  Ich finde es immer wieder faszinierend andere Denk- und Erlebniswelten kennenzulernen, miteinander neue Wege zu beschreiten und Türen zu mehr liebevollem Selbstumgang und Miteinander öffnen zu können. Und oft sind es dabei die kleinen Momente wirklicher menschlicher Begegnung die viel Veränderungspotential in sich tragen und uns berührt zurücklassen.

Wie man in meinen Artikeln (siehe Informationen) erkennen kann, arbeite ich gern mit vergleichenden Bildern und Imaginationen. Ich halte diesen Weg für sehr heilsam und gleichzeitig voller Freude. Man kann Dinge ausdrücken, die sich sonst nicht in Worte fassen lassen oder die sonst zu belastend wären. Man kann positive Bilder und Gefühle genießen, die vorher zum Teil kaum denkbar waren (z. B. ein Gefühl von Sicherheit), neue Fähigkeiten in sich entdecken oder auch einfach nur Spaß haben. Für meine Arbeit mit Bildern und Imaginationen nutze ich mein Wissen und die Erfahrungen in dem Therapieverfahren KB (Katathym-imaginative Psychotherapie) und aus der Meditation.

Nachdem ich nun einiges auch über meine Vorstellung von Psychotherapie geschrieben habe, bleibt noch ein Punkt übrig, der für mich persönlich wesentlich ist. Psychotherapie ist für mich eine partnerschaftliche Arbeit, die getragen ist von gegenseitiger Achtung und  Vertrauen. Letzteres langsam aufzubauen ist oft der erste wichtige Therapieschritt. Ich sehe mich vor allem als Begleiter auf Ihrem Weg. Meine Aufgabe ist es Sie darin zu unterstützen sich selbst kennenzulernen, zu heilen und sich hin zu mehr Liebe, innerer Stabilität und Kraft zu entwickeln. Es ist eine gemeinsame anspruchsvolle und anstrengende Tätigkeit, in der es neben den Phasen von Schmerz, Angst und Trauer auch viel Raum für Spaß und Freude geben muss. In diesem Sinne – viel Spaß beim Lesen meiner Artikel.

Ulrike Ludwig